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Google Ads Kampagnen für Affiliate Projekte schalten – lohnt es sich?

Online Marketing Synergien

Um mit Affiliate Projekten erfolgreich zu sein, braucht man Traffic. Eine große Masse an Klickzahlen kann zwar vorteilhaft sein. Aber wenn die User wieder abspringen, hat man ordentlich Geld verbrannt. Google Ads sollte dabei als ein Bestandteil inmitten der unzähligen Möglichkeiten angesehen werden, um die Besucher auf die Seiten zu lenken.

Worauf man hierbei achten müsste, wenn man als Affiliate Werbung bei Google schaltet, möchte ich euch exemplarisch am Amazon Partnerprogramm grob darstellen. Die Beispiele sind nicht repräsentativ für alle Affiliate Projekte. Aber ihr erhaltet schon ein Feingefühl, worauf ich dabei achte.

Zahlenkalkulation bei Google Ads – ihr müsst genau rechnen

In diesem Beitrag hier unter https://www.khoa-nguyen.de/online-marketing/online-geld-verdienen/ habe ich euch schon einen kleinen Einblick gegeben, mit welchen Umsätzen und Werbeeinnahmen man rechnet. Und es hängt stark von der Seite und dem thematischen Umfang ab. Transaktionsgerichte Suchen wollen auf die Schnelle was einkaufen. Bei beratungsintensiven Produkten dauert es ein wenig länger. Ein normales Produkt wie etwa eine Ukulele zu einem Preis von 30-40 Euro verführt zum Spontankauf.

Wenn ich die aktuellen Werte betrachte, dann sind 30% der Webseitenklicks, die auf Amazon Links führen, schon ganz normale Werte. Von den Amazon Klicks resultieren erfahrungsgemäß 5-8% in eine Conversion. Wenn ihr für Google Ads Suchkampagnen 40 Klicks generiert, landen nach dieser Modellrechnung 12 auf eine Amazon Seite, wodurch im günstigen Fall eine Conversion erzeugt werden könnte. In der Realität könnte es aber auch sein, dass deutlich mehr Einkäufe gemacht werden. Denn die Leute wollten noch zusätzlich was bestellen oder kommen über mehrere Touchpoints später zurück zur Seite. Diese Multichannel Betrachtung sollte auch in den Fokus gesetzt werden.

Wieviel bezahlt man für einen Klick bei Google Ads?

Um eine erste Schätzung zu erhalten, wieviel man für die Kampagnen ausgeben könnte, braucht man erstmal einen Plan, welche Kampagnen denn in den Fokus gerückt werden und welche Keywords für Suchkampagnen in Frage kommen. Mit dem Keyword Planner erhält man eine erste Schätzung und ihr könnt mit dem Gebotssimulator heurumspielen. Das geschätzte Gebot für die erste Seite ist aber meiner Meinung nach nicht als Mindestgebotsstatregie anzusehen. Laut den Daten bei Google Ads sind die vorgeschlagenen CPCs bei 62Cent bzw. 67 Cent.

Schätzung Klickspreise

Hier kann ich jetzt schon sagen, dass es vielleicht nicht rentabel für eure Affiliate Projekte sein wird. Aber es hängt letztendlich von mehreren Faktoren ab – und wieviele Keywords ihr eigentlich schaltet. Denn ich arbeitet mit Massen an Keywords, die geclustert werden und damit fahre ich eigentlich ganz gut.

Angenommen ihr macht Werbung zu einer großen Produktkategorie wie zum Beispiel Laufschuhe und wollt Trail Laufschuhe, City-Laufschuhe, Hallenschuhe usw.. Dann ist es sinnvoll, diese ganzen Teilbereiche als Kampagnen anzulegen und die Anzeigengruppen weiter aufzugliedern. Zum Beispiel könnt ihr Trail Laufschuhe in Kombination mit Marken versehen oder ihr macht eine Anzeigengruppe für Trail Laufschuhe für Größen ab 40. Das wäre auch eine denkbare Anzeigengruppe. Letztendlich orientiert sich die Anzeigengruppe und die Anzeige nach euren Keywords, die ihr hinterlegt.

Aber macht es nicht so, dass ihr alle Keywords in einen Topf bei einer Anzeigengruppe schmeißt und mehrere Anzeigenvariation verfasst, die diese Keywords haben. Das ist nicht granular genug und darunter leidet der Qualitätsfaktor. Es gibt allerdings auch Ausnahmen. So habe ich schon mal mit 20000 Keywords in einer Anzeigengruppe und Anzeigenvariation mit Keyword Platzhaltern gearbeitet und gute Ergebnisse erzielt. Aber so eine Ausnahme ist abhängig von der Webseite und man muss bei der finalen URL für jedes Keyword genau prüfen, dass es die richtigen sind. Aber grob vereinfacht könnte eine Struktur für Anzeigengruppen mit diesen hinterlegten Keywords mit dem Modifier so aussehen:

Keyword Variationen

Diese Keywords einer alten Anzeigengruppe aus dem letzten Jahr funktioniert aber ganz gut, wenn die entsprechenden Anzeigen dafür erstellt sind und auch die Landingpages dazu passen.

Habt ihr ein geringes Budget, kann man auch die Laufschuharten auch in eine Kampagne packen, wenn es nicht anders geht. An sich ist das auch nicht falsch. Aber ich bin ein Freund der feinen Gliederung in mehrere Kampagnenbereiche. Die Zusammenlegung hat den Vorteil, dass ihr eure Ausgaben immer sofort im Auge habt.

Wichtige Metriken bei der Performance Steuerung

Die Relation von Kosten und Umsatz ist bei Google Ads für Affiliate Seiten von hoher Bedeutung. Das bedeutet, dass die Definition von Conversion genau festgelegt wird. Es gibt Google Ads Experten, die nur mit Macro Conversions arbeiten, also wenn das zielführende Zielvorhaben am Ende erreicht ist. In einem E-Commerce Shop kann das zum Beispiel der Kauf sein. Bei einer SEO-Agenturseite kann es es das Absenden eines Formulars eines potenziellen Kunden sein.

Conversions genau definieren

Neben den Macro Conversions gibt es aber auch Micro Conversion. Und hier bin ich eindeutig ein Fan davon. Denn ich will Zwischenschritte tracken und möchte herausfinden, ob und wie User bei bestimmten Anzeigengruppen und Keywords miteinander interagieren. Da die verschiedenen Conversion-Arten in den Segmenten ersichtlich sind, macht dieser Mix durchaus Sinn.

Klassische Metriken für die Performance Messung

Als klassische Metriken nehme ich gerne Conversion, die Kosten pro Conversion, Klassiker wie Klicks, CTR, CPC, Kosten. Mit dem Absetzen der Rankingposition muss fällt der Fokus stärker auf den Anteil der Impressions bei verschiedenen Positionierung und auch ganz wichtig: der Conversion-Wert bzw. der Umsatzwert. Dieser wird in Relation mit den Kosten verglichen. Oder ihr nehmt einfach die Metrik Conversionwert pro Kosten. Dabei sollte der Conversion-Wert auch mit einem Wert definiert sein.

Bei Affiliate Seiten ist es natürlich ein wenig umständlich, wenn man zu jedem Produkt, das man vermitteln will, den genauen Wert definiert. Eine Quick & Dirty Lösung wäre: man rechnet aus Vergangenheitsdaten die Anzahl der Klicks, die Anzahl der Amazon Klicks, die Verkäufe bzw. Conversions. So kann man zum Beispiel sehen, dass 6-8 Amazon Klicks nötig sind, um im Schnitt eine Conversion zu erzeugen, die euch 10 Euro bringt. Ein möglicher Conversion-Wert wäre dann 1,25 Euro. Der Gesamtwert des Conversion-Wertes muss deutlich über den Kosten liegen. Dementsprechend kann hier eine erste Grobabschätzung für den Durchschnittspreis gemacht werden.

Für den Start kann man aber auch nach Bauchgefühl mit einem geringeren CPC die Kampagnen starten und feinjustieren, um valide Daten zu erhalten. Das mache ich bei den meisten Kampagnen, die ich starte sowieso.

SEO-SEA Synergie als entscheidender Erfolgsfaktor

Google Ads Kampagnen können bis ins kleinste Detail hervorragend aufgebaut werden. Doch ein Kanal kann über den Erfolg eurer Kampagne entscheiden. Und das ist die Suchmaschinenoptimierung! Für gewöhnlich sind SEO und SEA zwei unterschiedliche Kanäle. Doch eine gut optimierte Seite hat nicht nur positive Auswirkungen auf die organischen Rankings, sondern kann durch eine nutzerfreundliche Oberfläche, schnellen Ladezeiten, aber auch durch qualitativ hochwertige Inhalte hohe Anzeigenrelevanz, hohe erwartete CTR und gute Nutzerfahrungen mit der  Seite erzeugen. Diese Faktoren sind entscheidend für den Qualitätsfaktor. Und da spart man sich langfristig sehr viel Geld ein.

In einer der Anzeigengruppen hab ich viele Keywords wild durchmischt. Dennoch tut es der Performance Leistungen keinen Abbruch, weil die Anzeigen so gestaltet sind, wie sie User sie gern sehen. Und hier handelt es sich nicht um die eigene Brand, sondern um hart umkämpfte Begriffe. Ich habe auch den Vorteil, dass sie auch in den organischen Rankings ziemlich gut ranken. Das wirkt sich auch auf besondere Weise auf die Leistung aus.

Anzeigenerweiterungen nicht vergessen

Auch bei Affiliate Seiten sind Anzeigenerweiterung von hoher Bedeutung für Affiliate Seiten empfiehlt sich hier neben Snippet-Erweiterungen, Sitelinks zu relevanten Seiten auch Preiserweiterungen sowie Anruferweiterungen, wenn bestimmte Kunden mal Fragen zu einem Produkt haben. Hin und wieder rufen mich Leute an und wollen noch zusätzliche Infos, worauf beim Kauf von Produkt x noch geachtet werden sollte. Da passt es doch wunderbar, wenn man den Leuten direkt helfen kann. Lasst solche Chancen nicht ungenutzt. Wer sich intensiv mit seinen Produkten beschäftigt, kann nur davon profitieren.

Zusammenfassende Faktoren für den Erfolg

Ich habe Projekte, die ich als Hobby mal nebenbei so steuere und erziele mit einigen wenigen Euros Budget am Tag einen Umsatz, wo die Werbekostenerstattungen deutlich höher liegen. Für den Erfolg einer Google Ads Suchkampagne, die ich hier in den Fokus gerückt habe, sind meiner Meinung nach folgende Faktoren erfolgsentscheidend:

  • eine gute Strukturierung mit passenden Keywords
  • schön ausgearbeitete Anzeigen in verschiedenen Variationen und mit Assets
  • eine zielgenaue Kalkulation der Kosten und des angestrebten Umsatzes über die Zeit (insbesondere bei beratungsintensiven Produkten)
  • Klare Strukturierung der Metriken und permanente Kontrolle
  • Die Seite ist seo-technisch gut optimiert
  • SEO-SEA Synergien nutzen, um den Qualitätsfaktor und allgemein die Anzeigenrelevanz zu erhöhen
  • Die kleinen feinen Details durch Anzeigenerweiterungen
  • Auch nicht zu unterschätzen: keine langweiligen Werbetexte, sondern einzigartiger Ausdruck mit guter Ansprache

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